So verdienen Google & Co an Abo-Fallen [Update]

So verdienen Google & Co an Abo-Fallen

Ein Beispiel: Wir suchen bei Google nach dem kostenlosen Programm “adobe reader”.
Google spuckt das Ergebnis aus und platziert über und neben den Ergebnissen die zur
Eingabe passenden Werbeanzeigen. In den Anzeigen sind aber nicht nur seriöse Anbieter zu finden. In unserem Test bestanden sogar mehr als 80 % der Anzeigen aus Angeboten von Abo-Tricksern, die bereits der Verbraucherzentrale bekannt sind. Das Suchergebnis selbst führte dagegen meist zu seriösen Angeboten.

Was hat nun die Suchmaschine davon? Bleiben wir bei Google. Wir klicken auf die Anzeige eines Abo-Betrügers. Dieser ist Werbekunde bei Google und zahlt pro Klick
eine gewisse Summe an die Suchmaschine. Es spielt dabei keine Rolle, ob der User dann auch tatsächlich in die Abo-Falle tappt. Die Suchmaschine verdient immer. Ähnlich läuft es auch bei anderen Suchmaschinen wie zum Beispiel bei Yahoo oder Bing.

Screenshot einer Google-Suche. Rot markiert: Werbeanzeigen bei Google.

Screenshot einer Google-Suche. Rot markiert: Werbeanzeigen bei Google.

Was ist eine Abo-Falle?

Sie denken, Sie melden sich für einen kostenlosen Dienst im Internet an. Ein paar Tage später flattert eine Rechnung ins Haus. Erst dann bemerken Sie, dass irgendwo im kleingedruckten der Webseite ein Hinweis auf die jährliche Gebühr auftaucht.

Was tun, wenn man in eine Abo-Falle gerät?

Zahlen Sie nicht! Bleiben Sie stur! Lassen Sie sich nicht von Inkasso- oder Anwaltsbriefen unter Druck setzen! Lassen Sie sich diese Abzocke nicht gefallen!

Infos direkt von der Verbraucherzentrale:

=> Liste der bekannten Kosten-Fallen im Internet (VZ Bundesverband)

[Update am 25.05.2016] Leichte Entwarnung

Bei Google scheint dieses Problem inzwischen behoben zu sein. Bei Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder Ecosia sieht es auf den ersten Blick ebenfalls gut aus. Jedoch tauchen dort in den Werbeanzeigen neuerdings regelmäßig Links zu Malware-Fallen auf. Bei Download dieser Malware werden zusätzlich zum gewünschten Programm unzählige weitere Programme installiert, die den Nutzer meinst mit Warnmeldungen zum Kauf animieren sollen.

Wichtig: Ich bin kein Anwalt. Deshalb kann ich leider keine Rechtsberatung anbieten. Es handelt sich bei den Beitragen lediglich um gut gemeinte Tipps, die in der Regel funktionieren. Ausnahmen bestätigen die Regel 🙂

Trotz sorgfältiger Recherche können meine Artikel Fehler enthalten. In diesem Fall freuen wir uns über jeden Hinweis und werde die Fehler natürlich schnellstmöglich korrigieren.

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