Glasfaser-Ausbau im Landkreis Cham bis 2019

M-net erschließt Landkreis Cham mit Glasfaser-Internet

  • Ausgebaut werden Gebiete in denen aktuell weniger als 30 Mbit/s verfügbar sind
  • Gebiete, welche bereits durch Fördergelder mit schnellem DSL der Telekom oder Amplus versorgt sind, erhalten kein Glasfaser ins Haus
  • Die Glasfaser-Leitung wird kostenfrei ins Haus verlegt
  • Kunden, bei denen ein Ausbau nicht vorgesehen ist, aber das Glasfaserkabel direkt am Grundstück vorbeiführt, können sich für rund 1500 Euro Anschlusskosten (voraussichtlicher Preis für bis zu 15 Meter) Glasfaser ins Haus legen lassen. Nähere Details sind uns zur Zeit noch nicht bekannt.
  • Den genauen Ausbauplan der Firma M-Net samt Verlauf der Glasfaserstrecke finden Sie unter diesem Link.
Glasfaserkabel für schnelles DSL

Glasfaserkabel für schnelles Internet. Der Landkreis Cham darf sich darauf freuen.

Der gesamte Landkreis Cham wird im Laufe der kommenden zwei Jahre mit moderner Glasfasertechnologie erschlossen. Mit dem Spatenstich am 29.05.2016 entsteht das größte Glasfasernetz eines Landkreises in Bayern. Den Auftrag hat M-net aus München erhalten.

Ziel ist laut Landrat Franz Löffler ein flächendeckender Glasfaserausbau im Landkreis Cham bis Mitte 2019.

Bundesminister Alexander Dobrindt sagte: „Mit dem Baustart bringen wir in Cham die Glasfaser zu den Menschen: Wir verlegen rund 4.000 km neue Glasfaser und schließen mehr als 8.000 Haushalte und 1.000 Unternehmen neu ans Turbo-Internet an. Der Landkreis ist einer der ersten in Deutschland, der mit unserem Bundesprogramm sein Glasfasernetz massiv ausbaut. Damit wird Cham zum Gigabit-Landkreis und Vorreiter für die Digitalisierung der Regionen.“

„Breitband ist Zukunft. Nur wo Breitband vorhanden ist, werden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Die Gemeinden im Landkreis Cham haben dies erkannt und schnell gehandelt. Sie tragen dazu bei, Bayern in die digitale Zukunft zu führen. Der Anschluss an die Datenautobahn stärkt die ländlichen Regionen und die Heimat.“ stellte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker fest.

So kommt Glasfaser ins Haus (Infofilm der Telekom)

Gigabit-Gesellschaft kommt

Löffler ist überzeugt, dass sich „mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft oder beispielsweise mit dem autonomen Fahren enorme Herausforderungen an unsere Infrastruktur ergeben werden“. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich steigt die Menge an Daten, die jeder Einzelne von uns täglich sendet und empfängt, sei es mit dem PC, Laptop, Smartphone oder über Smart-TV. Für alle diese Wege benötigt man, ab einer bestimmten Datenmenge, immer eine Glasfaseranbindung.

„Der Landkreis Cham ist eine seit Jahren prosperierende und starke Wirtschaftsregion mit innovativen und weltweit agierenden Unternehmen, deren Bandbreitenbedarf von Jahr zu Jahr rapide anwächst. Mit diesem Projekt sind wir eine der wenigen Regionen in Deutschland, die nach Fertigstellung nicht nur alle Unternehmen, sondern auch alle ihre Bürgerinnen und Bürger mit schnellem Internet versorgen kann. Das sichert in Zukunft die wirtschaftliche Entwicklung und die Teilhabe aller Bürger an der digitalen Welt.“, sagt Löffler.

Der Landkreis Cham habe sich bewusst gegen die derzeitige kostengünstigere Vectoring-Strategie entschieden und setze auf die zukunftsweisende Glasfaser-Bauweise, den „FTTB-Ausbau“. „Wir wollen in Partnerschaft mit dem Unternehmen M-net beweisen, dass ein flächendeckendes Glasfasernetz für alle dünnbesiedelten (ländlichen) Regionen in Deutschland umsetzbar ist.“

Löffler bedankt sich ausdrücklich bei Bund und Land, namentlich Bundesverkehrs-minister Alexander Dobrindt und Heimatstaatssekretär Albert Füracker, für die Unterstützung des ehrgeizigen Breitbandprojekts: „Mit der Kofinanzierung durch Bund und Land sinkt der von den 37 beteiligten Kommunen zu tragende Eigenanteil erheblich.“ Der Bund fördert das für eine ländliche Region einzigartige Pilotprojekt, das eine Gesamtinvestition von 58 Millionen Euro auslöst, mit insgesamt rund 25 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 16,35 Millionen Euro.

Unterschiede der DSL-Techniken gut erklärt von M-net

Königsdisziplin beim Breitbandausbau

Es entsteht das größte Glasfasernetz im ländlichen Raum in ganz Bayern. Im Rahmen des Ausbauprojekts wird im gesamten Landkreis eine Tiefbautrasse von über 1.400 Kilometer erstellt, es werden insgesamt 4.000 Kilometer Glasfaser in 2.760 Kilometer Leerrohre verlegt. Im Anschluss an die Tiefbaumaßnahmen installiert M-net die technischen Komponenten und bietet hochwertige Telekommunikationsdienste für Privat- und Geschäftskunden an.

Die Sprecherin der M-net Geschäftsführung Dorit Bode betont, dass nach Fertigstellung des Ausbaus im Landkreis Cham 8.000 Anschlüsse per FTTB-Bauweise (Fiber to the Building) erschlossen werden, bei der die Glasfaser bis in die einzelnen Gebäudekeller verlegt wird. „Diese Anschlussvariante ist wegen der umfangreichen Tiefbauarbeiten verhältnismäßig aufwendig und gilt daher als Königsdisziplin beim Breitbandausbau. Sie verzichtet komplett auf dämpfende Kupferleitungen zwischen dem Netz des Internet-anbieters und dem Kunden. „Echte“ Glasfaseranschlüsse wie diese gelten als absolut zukunftssicher und ermöglichen langfristig Internetanschlüsse mit Bandbreiten im Gigabit-Bereich.“ sagt Bode.

Über M-net:

M-net ist der führende regionale Glasfaseranbieter Bayerns und bietet Sprach-, Daten- und HD-TV-Dienste für Privat- und Geschäftskunden. Mehr Infos auf Wikipedia.de.

Weitere Informationen und Ausbauplan unter www.breitband-cham.de

Quelle: Herr Scheldlbauer (Landratsamt Cham) und Landratsamt-Cham.de

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